Hilde und Gretl

Über den Wert der Dinge

Hilde und Gretl, zwei Cousinen, zwei Leben, gespiegelt in Tausenden von profanen Gegenständen und Notizen. Kontrastierend zur vermeintlich kitschigen Alltäglichkeit des Inhalts präsentiert sich das Buch durch sein ungewöhnliches, unfertiges Auftreten: eine offene Schweizer Broschur mit strahlend gelber Fadenbindung sowie die rauhe Oberfläche der als Einband genutzten Graupappe – alles wirkt etwas unfertig, roh, genauso wie das Leben der hier Portraitierten, die ihr Haus so hinterlassen haben, als wären sie nur mal eben kurz einkaufen gegangen. Und so wühlen, »stiadln« sich Tarek Leitner und Peter Coeln durch abertausende von Figuren, Briefe, Erinnerungsfetzen, Notizzettel, Fotografien und Dokumente.

Fast wie ein Magazin katalogisiert »Hilde und Gretl« dabei das Chaos mit einem ruhigen Bildraster. Nur hin und wieder bricht es aus seinem Korsett aus. Auch die auf den ersten Blick fast traditionell anmutenede Typografie wirkt auf den zweiten Blick eigensinnig, fast manieristisch und auf eigenartige Weise modern. So verbinden sich Vergangenheit und Gegenwart in einem extravagant gestalteten Buch über einen ganz und gar profanen Alltag und es zeigt sich: Der Alltag ist es, der uns fertigmacht.

Projektumfang

  • Konzeption
  • Gestaltung, Layout und Satz
  • Projektmanagement
  • Drucksteuerung

Projektdetails

  • 19 × 24 cm
  • 144 Seiten
  • ca. 70 Abbildungen
  • Buchblock aus 2mm Graupappe
  • Schweizer Broschur mit farbigem Faden